Die ewige Frage
Jedes wachsende Unternehmen stößt an diese Weggabelung: Ihr Team ist über die genutzten Tools hinausgewachsen, aber individuelle Software klingt teuer und riskant. Gleichzeitig gibt es Hunderte von SaaS-Produkten, die versprechen, genau Ihr Problem zu lösen.
Wie entscheiden Sie?
Wann Sie Standardsoftware kaufen sollten
Kaufen Sie, wenn das Problem generisch ist. Wenn Tausende anderer Unternehmen denselben Bedarf haben — E-Mail-Marketing, einfaches CRM, Projektmanagement, Buchhaltung — ist eine SaaS-Lösung fast immer besser. Die Entwicklungskosten sind auf Tausende von Kunden umgelegt, und Sie erhalten laufende Updates und Support.
Gute Kandidaten für SaaS:
- E-Mail-Marketing (Mailchimp, Brevo)
- Einfaches CRM (HubSpot, Pipedrive)
- Buchhaltung (Xero, DATEV)
- Projektmanagement (Asana, Linear)
- Kommunikation (Slack, Teams)
Wann Sie individuell entwickeln sollten
Entwickeln Sie, wenn Ihr Wettbewerbsvorteil davon abhängt. Wenn die Software DAS Produkt ist oder wenn Ihre Workflows wirklich einzigartig sind, gibt Ihnen individuelle Entwicklung Kontrolle, Flexibilität und Differenzierung.
Gute Kandidaten für individuelle Software:
- Ihr Kernprodukt oder Ihre Plattform
- Branchenspezifische Workflows, die keine SaaS abdeckt
- Integrationsschichten, die mehrere Systeme verbinden
- Interne Tools, die proprietäre Prozesse verwalten
- Datenpipelines mit benutzerdefinierter Geschäftslogik
Der Entscheidungsrahmen
Stellen Sie diese 5 Fragen:
1. Deckt eine SaaS-Lösung 80 %+ unserer Anforderungen ab? Wenn ja, kaufen Sie sie und passen Sie den Rest an.
2. Ist dieser Workflow ein Wettbewerbsvorteil? Wenn ja, entwickeln Sie individuell.
3. Müssen wir das häufig ändern? Individuelle Software ist für schnelle Iteration flexibler.
4. Was sind die Gesamtkosten über 3 Jahre? SaaS-Abonnements summieren sich. Individuelle Software hat höhere Anfangskosten, aber niedrigere laufende Kosten.
5. Haben wir das Team, um es zu warten? Individuelle Software braucht laufende Wartung.
Kostenvergleich: Ein echtes Beispiel
Szenario: Ein Logistikunternehmen benötigt ein Dispositionssystem.
| Faktor | SaaS-Lösung | Individuelle Entwicklung |
|---|
| Kosten Jahr 1 | 18.000 € (Abonnement) | 45.000 € (Entwicklung) |
|---|---|---|
| Kosten Jahr 2 | 18.000 € | 6.000 € (Wartung) |
| Kosten Jahr 3 | 18.000 € | 6.000 € |
| Gesamtkosten 3 Jahre | 54.000 € | 57.000 € |
| Gesamtkosten 5 Jahre | 90.000 € | 69.000 € |
| Anpassung | Begrenzt | Unbegrenzt |
| Dateneigentümerschaft | Anbieter | Sie |
Der Break-even-Punkt liegt typischerweise bei 2,5–3 Jahren. Danach ist individuelle Software günstiger UND flexibler.
Der hybride Ansatz
Die klügste Strategie ist oft hybrid: SaaS für generische Funktionen nutzen und individuell für Ihre einzigartigen Workflows entwickeln. Dann alles mit API-Integrationen verbinden.
Bei Digidog sind wir auf genau diesen Ansatz spezialisiert. Wir helfen Ihnen zu identifizieren, was Sie entwickeln, was Sie kaufen und wie Sie alles verbinden sollten.
Lassen Sie uns gemeinsam Ihren Tech-Stack planen.